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	<title>BGB Archive - Übersetzungen Christiane Wagner</title>
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	<description>Privatrecht, Urkunden, Edelmetall-Technologie</description>
	<lastBuildDate>Tue, 18 Aug 2026 14:57:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Ach, du kriegst die Tür nicht zu!</title>
		<link>https://www.uebersetzungen-wagner.de/ach-du-kriegst-die-tuer-nicht-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christiane Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 14:07:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtssprache]]></category>
		<category><![CDATA[Auflassung]]></category>
		<category><![CDATA[BGB]]></category>
		<category><![CDATA[Grundbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsgeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Auflassung Neulich kam ich über einer Tasse Kaffee ins Gespräch mit einem alteingesessenen Aschaffenburger Rechtsanwalt. Es ging darum, dass Gerichte Menschen mit Migrationshintergrund, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, häufig keinen Dolmetscher zugestehen. Das darf nicht sein. Denn oft genug verstehen nicht einmal gebürtige Deutsche die Rechtssprache. Hier muss dann der Anwalt  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:1206.4px;margin-left: calc(-4% / 2 );margin-right: calc(-4% / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><h3 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 18; line-height: 1.33; --minfontsize: 18;" data-fontsize="18" data-lineheight="23.94px">Die Auflassung</h3>
<p>Neulich kam ich über einer Tasse Kaffee ins Gespräch mit einem alteingesessenen Aschaffenburger Rechtsanwalt. Es ging darum, dass Gerichte Menschen mit Migrationshintergrund, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, häufig keinen Dolmetscher zugestehen. Das darf nicht sein. Denn oft genug verstehen nicht einmal gebürtige Deutsche die Rechtssprache. Hier muss dann der Anwalt oder Notar von Rechtsdeutsch ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Häufig entsteht der erste Kontakt mit der Rechtssprache beim Kauf der ersten eigenen Wohnung oder des ersten eigenen Hauses: Es stößt einem der Begriff der <strong><span style="color: #000000;"><em>Auflassung</em></span></strong> auf – hä?!</p>
<p>Im Bürgerlichen Gesetzbuch heißt es unter § 925 Abs. 1:</p>
<blockquote>
<p>„Die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück nach § 873 erforderliche Einigung des Veräußerers und des Erwerbers (Auflassung) muss bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile vor einer zuständigen Stelle erklärt werden. Zur Entgegennahme der Auflassung ist, unbeschadet der Zuständigkeit weiterer Stellen, jeder Notar zuständig. […]“</p>
</blockquote>
<h3 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 18; line-height: 1.33; --minfontsize: 18;" data-fontsize="18" data-lineheight="23.94px">Aber warum Auflassung?</h3>
<p>Die Antwort, erklärte mir der Anwalt, ist tief in der Rechtsgeschichte verwurzelt. Von germanischen Stämmen ist überliefert, dass der Verkäufer zum Nachweis einer Hausgrundstücksübereignung Tür und Tor für jedermann sichtbar offenstehen ließ. Der Käufer ging dann hin und schloss sie wieder. Und so war das Rechtsgeschäft vollzogen.</p>
<p>Im Mittelalter entwickelte sich das „<strong><span style="color: #000000;"><em>Ûflâzen</em></span></strong>“ (mittelhochdeutsch) allmählich zu einem förmlichen Rechtsakt bis hin zur heutigen notariellen Beurkundung der Einigung des Veräußerers und des Erwerbers und deren Eintragung ins Grundbuch.</p>
<p>Die Auflassung ist damit ein durch und durch rechtshistorischer Begriff. Aber bitte lassen Sie die Tür zu!</p>
</div><div class="fusion-separator fusion-full-width-sep" style="align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:20px;margin-bottom:10px;width:100%;"><div class="fusion-separator-border sep-single sep-solid" style="--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#e0dede;border-top-width:1px;"></div></div><div class="fusion-text fusion-text-2"><p>Außerdem hineingeschaut in:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__925.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">§ 925 BGB, Gesetze im Internet</a></li>
<li><a href="https://www.koeblergerhard.de/zielwoerterbuch4.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gerhard Köbler, Zielwörterbuch europäischer Rechtsgeschichte, 5. Aufl. 2009</a></li>
</ul>
</div></div></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Nicht nur für Ingenieure: ZUSTIMMUNG – EINWILLIGUNG – GENEHMIGUNG</title>
		<link>https://www.uebersetzungen-wagner.de/nicht-nur-fuer-ingenieure-zustimmung-einwilligung-genehmigung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christiane Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2016 10:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtssprache]]></category>
		<category><![CDATA[BGB]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsterminologie]]></category>
		<category><![CDATA[Technische Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Zustimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> In technischen Anleitungen und Verträgen finden sich häufig Warnungen vor dem Verlust der Gewährleistung bei nicht bestimmungsgemäßer Handhabung oder aufgrund unerlaubter Änderungen an Geräten. Diese lauten zum Beispiel: Any change or modification of the equipment shall require the prior written consent of the manufacturer. Non-compliance will result in the loss of warranty. Der Betriebsleiter sagt:  [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-text fusion-text-3"><p><strong> </strong>In <strong>technischen Anleitungen</strong> und <strong>Verträgen</strong> finden sich häufig Warnungen vor dem <strong>Verlust der Gewährleistung</strong> bei nicht bestimmungsgemäßer Handhabung oder aufgrund unerlaubter Änderungen an Geräten. Diese lauten zum Beispiel:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><em>Any change or modification of the equipment shall require the <strong>prior written consent</strong> of the manufacturer. Non-compliance will result in the loss of warranty</em><em>.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Der Betriebsleiter sagt: „Müller, übersetzen Sie das mal für den Kunden!“<br />
Was tun mit „prior written consent“? Sie notieren mögliche Lösungen:</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 90px;">a) vorherige schriftliche Einwilligung<br />
b) vorherige schriftliche Zustimmung<br />
c) vorherige schriftliche Genehmigung</p>
<p>Doch welche ist richtig?</p>
<p>Abhilfe schafft hier das BGB. Dort sind <em>Zustimmung</em>, <em>Einwilligung</em> und <em>Genehmigung</em> in den <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG001702377">§§ 183 und 184</a> geregelt. Die <strong>ZUSTIMMUNG</strong> ist die Erklärung des Einverständnisses zu dem von einem anderen beabsichtigten bzw. schon vorgenommenen Rechtsgeschäft oder Vertrag. Die vorherige Zustimmung, also vor dem Rechtsgeschäft, wird <strong>EINWILLIGUNG</strong> genannt, die nachträgliche Zustimmung heißt <strong>GENEHMIGUNG</strong> (es wird eine bereits vorgenommene Handlung gebilligt).</p>
<p>Demnach ist a) redundant, weil die Einwilligung bereits vorherig ist, b) richtig und c) falsch, weil sich <em>vorherig</em> und <em>Genehmigung</em> gegenseitig ausschließen.</p>
<p>Die falsche Formulierung <em>vorherige Genehmigung</em> entstammt zumeist der Rückübersetzung aus der englischen Sprache. Doch dort entspricht <em>consent</em> dem Oberbegriff <em>Zustimmung</em>.</p>
<p>Wenn Sie jetzt denken, es gibt sie wohl, die <em>vorherige Genehmigung</em>; weil Sie letzte Woche eine Baugenehmigung eingeholt haben und erst jetzt können Sie mit dem Bau beginnen, dann verwechseln Sie das <strong>Rechtsgeschäft</strong> mit einem <strong>Verwaltungsakt</strong>, mit dem ein Verbot aufgehoben wird.</p>
<hr />
<p>Quellen:<br />
BGB: §§ 183, 184;<br />
Dr. jur. Rolf Schmidt, „Allgemeines Verwaltungsrecht“, Verlag Dr. Rolf Schmidt, 9. Aufl. 2005, S. 136ff.<br />
Impressum</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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